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Ulrike Rabmer-Koller beendet Funktion als Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich

(Linz, Juni 2020) Nach 17 Jahren im Einsatz für die österreichische Wirtschaft beendet Mag. Ulrike Rabmer-Koller am 25. Juni ihre Funktion als Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich.

2003 war sie als Quereinsteigerin die erste Frau im Präsidium der Wirtschaftskammer Oberösterreich, zwischen 2015 und 2020 dann Stellvertreterin von Christoph Leitl und Harald Mahrer auf Bundesebene. Von 2016 – 2019 war sie Präsidentin des europäischen KMU Verbandes.

„Nach über drei Perioden in führender Funktion in der Wirtschaftskammer beende ich meine Tätigkeit als WKO Vizepräsidentin auf eigenen Wunsch und in gutem Einvernehmen. Ich blicke auf eine unglaublich spannende und bereichernde Zeit, mit unterschiedlichen Stationen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zurück. Im Mittelpunkt meiner Arbeit standen immer die Unternehmerinnen und Unternehmer. Ich bin stolz auf das Erreichte und dankbar für die vielen wunderbaren Begegnungen! Mein großer Dank gilt allen Wegbegleitern, speziell den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammerorganisation, für die jahrelange Zusammenarbeit. Jetzt widme ich mich wieder verstärkt dem weiteren Ausbau der Rabmer Gruppe im Bereich Umwelttechnologie und freue mich auf interessante neue Projekte als Unternehmerin und Aufsichtsrätin.“, so Rabmer-Koller.

Ihre politischen Aktivitäten startete Rabmer-Koller auf kommunaler Ebene. Sie war von 1997-2005 als Gemeinderätin und Vorsitzende des Familien- und Sozialausschusses in ihrer Heimatgemeinde tätig. Von 2002 bis 2003 war sie im Landesvorstand der Jungen Wirtschaft OÖ. 2003 wurde sie als Stellvertreterin von Rudolf Trauner ins Präsidium der WKOÖ berufen, wo sie bis 2015 verantwortlich für die Themen Internationalisierung, Junge Wirtschaft, Frau in der Wirtschaft sowie Förderungen tätig war.

Ab 2003 war sie auch Teil des erweiterten Vorstands des Wirtschaftsbundes OÖ und der OÖVP Landesparteikonferenz sowie Mitglied des Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammern Oberösterreich und Österreich.

Von 2010 – 2016 war sie Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft OÖ“ sowie Obfrau der Betriebshilfe OÖ. In diesen Funktionen setzte sie sich vor allem für bessere Rahmenbedingungen und die soziale Absicherung von Unternehmerinnen ein. Mehr Frauen für technisch handwerkliche Berufe zu begeistern sowie erfolgreiche Unternehmerinnen vor den Vorhang zu holen war ihr ein besonderes Anliegen.

Auch auf Branchenebene war Rabmer-Koller aktiv: seit 2005 ist sie Ausschussmitglied der Bauinnung OÖ und von 2011 – 2015 war sie Obmann-Stellvertreterin der Bundessparte Gewerbe und Handwerk.

Im Juni 2015 folgte dann der Ruf ins Präsidium der Wirtschaftskammer Österreich, wo sie sich bis Juni 2020 als Vizepräsidentin für die Anliegen der österreichischen Wirtschaft mit starkem Fokus auf KMUs und Umwelttechnologie einsetzte. Im selben Zeitraum gehörte sie auch dem Präsidium des österreichischen Wirtschaftsbundes an.

Von 2015 –2017 war sie Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Ihr Rücktritt aufgrund damaliger mangelnder politischer Unterstützung für ihre Reformvorschläge zur Kassenzusammenlegung erregte mediales Aufsehen. Die Regierung Kurz hat weiterer Folge ihre Vorschläge umgesetzt.

Ein großes Anliegen war für Rabmer-Koller auch die europäische Ebene. Von 2016 – 2019 stand sie als Präsidentin dem europäischen KMU-Verband SMEunited vor, der die Interessen der 24 Millionen europäischen KMU’s vertritt. In dieser Funktion nahm sie auch an den regelmäßig stattfindenden EU-Sozialpartnergipfeln mit den Spitzen der EU-Kommission und des EU-Rates teil. Zuvor war sie von 2011 bis 2015 Vizepräsidentin des Verbandes und Vorsitzende des Komitees für Umwelt & Nachhaltigkeit. Diese Funktion übt sie auch jetzt wieder aus.

Ihr Engagement wurde auch von der EU-Kommission gewürdigt. Diese nominierte sie in mehrere Expertengruppen und Funktionen. Von 2013 – 2015 war sie Mitglied der EU High-Level-Group zum Thema “Key Enabling Technologies”. Im Juni 2017 nahm sie auf Einladung der EU-Kommission am Treffen der G7 Umweltminister in Bologna teil und erarbeitete dort gemeinsam mit anderen Unternehmensvertretern Positionen für eine bessere Integration von Ökologie und Ökonomie. Im Dezember 2017 erfolgte die Bestellung in die High Level Group „Industrie 2030“, in der sie gemeinsam mit 19 weiteren Experten und Expertinnen aus ganz Europa die Europäische Industriestrategie 2030 erarbeitete. 2018 wurde sie in die „G20 Business Women Leader Task Force“ nominiert.

Einen Schwerpunkt legte Rabmer-Koller auch im Bereich Innovation und Umwelttechnologie. So war sie auch Initiatorin und langjährige Beiratssprecherin des Clean-Tech Clusters OÖ und des Netzwerkes Ressourcen- und Energieeffizienz sowie Beiratsmitglied des „ACR- Austrian Cooperative Research“ und Vizepräsidentin des ACT (Austrian Clean Technologie Center).

Ulrike Rabmer-Koller führt die mittelständische Rabmer Familiengruppe mit acht Unternehmen in zweiter Generation. Sie stieg 1992 ins elterliche Unternehmen ein und baute es zum Komplettanbieter im Baubereich sowie zum Umwelttechnikspezialisten mit Fokus auf grabungsfreie Rohrsanierung, Wasser- und Energieeffizienz sowie Energie aus Abwasser aus. Sie zeichnet verantwortlich für die Innovationskraft sowie die Internationalisierung der Unternehmensgruppe. Seit 2011 ist sie alleinige Eigentümerin des Unternehmens. Neben ihrer Managementfunktionen in der Rabmer Gruppe war und ist Ulrike Rabmer-Koller auch in zahlreichen Beirats- und Aufsichtsratsfunktionen tätig.

Für ihr Engagement wurde Sie 2016 mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes OÖ und im Jahr 2017 mit dem Berufstitel Kommerzialrätin ausgezeichnet.

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©Rabmer Gruppe; Vizepräsidentin der WKO Mag. Ulrike Rabmer-Koller